"Oh Melle, du machst das, worauf du Lust hast. Ich würde so gerne Stylistin werden... Weiß aber irgendwie nicht wie und ich weiß nicht, was ich dann studieren soll?"

Erstens: Ich hasse einfach diesen Druck, dass man sich sofort für ein Studium entscheiden soll. Außerdem muss keiner studieren. Nur, weil du dein Abitur in der Tasche hast, heißt das nicht, dass du unbedingt weitermachen musst mit deinem Bildungsweg. Entweder kannst du sofort mit deinem Studium anfangen oder du überlegst von mir aus zwei, drei oder auch acht Wartesemester lang, was du im Moment machen möchtest. Ich habe mich bewusst gegen den Ausdruck "ein Leben lang" entschieden, da ich der Meinung bin, dass man einen Beruf nicht bis zum Tode ausüben muss. Sei dir einfach nur sicher, was du im Moment willst und noch wichtiger: was du auf keinen Fall machen willst. Ihr habt wahrscheinlich alle mindestens einen Freund, der Lehramt studiert, obwohl er keinesfalls die sozialen Kompetenzen eines guten Lehrers mitbringt. Und wir alle kennen diese inkompetenten Lehrer, die mit ihrem Beruf des Todes unzufrieden sind und man fragt sich als Schüler einfach "Hätten Sie nicht einfach was Anderes machen können? Warum müssen gerade Sie hier stehen und zeigen Sie mir bitte mal, was ich von Ihnen auf einer sozialen Ebene lernen soll?!"
Seid einfach fleißig, verfolgt eure Träume, bleibt offen, tolerant und redet nicht schlecht über andere! 



Es gibt keine Zeit, die euch wegläuft, bullshit einfach! Macht Praktika, lernt neue Leute kennen, erweitert euren Horizont und findet einen Ausgleich. Ich glaube, ich habe mich in diesem einen Jahr, in dem ich nun fast schon alleine wohne, mehr entwickelt als je zuvor. Und das ist fast nicht möglich, wenn ich Fotos von der Melina aus 2014 mit roten Haaren, blauem Lippenstift und Batman Hose sehe. Doch es geht!
Freunde haben mir vorgeworfen, ich hätte mich verändert. Manche sagen zum Positiven und andere wünschen sich die Melina aus der Heimat wieder. Es wäre schlimm, wenn ich nur stagnieren würde und mich an Dingen vor einem Jahr aufhalten würde. Ehrlich gesagt hat man dafür gar nicht die Zeit. Was doch wichtig ist: Es werden Leute kommen und gehen, doch der wahre Kern bleibt. Ich telefoniere lieber regelmäßiger mal als dass ich immer nur am Handy hänge.

Jedenfalls will ich euch ans Herz legen: Kämpft für eure Träume, macht das, was euch Freude bereitet, bleibt realistisch, denn von Luft und Liebe lässt sich nichts bezahlen (erst recht nicht die Miete) und seid einfach nur lieb. Es wird sich alles fügen und manchmal ist es gut, dass es eine Veränderung gibt. Kämpft für eure Träume, auch wenn das cheesy klingt. Das wird, ihr Hasen! Und wenn nicht, dann steht wieder auf!
Ich drücke euch,
Melle



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